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Ernährung Hunde- und Katzenernährung Katzenernährung Selbst gemachte Katzennahrung Geflügeltopf Hundeernährung Literatur Futterempfehlung Ernährung von Hund und Katze
Seit einigen Jahrzehnten versucht uns die Futter-mittelindustrie weis zu
machen, daß nur Futter aus der Tüte ausgewogen und für unsere Haustiere geeignet ist.
Dank Miliarden, die in die Werbung gesteckt werden gelingt es auch ganz gut die Menschen zu überzeugen,
daß nur Fertignahrung zum dauerhaften Verfüttern geeignet ist. Wie haben bloß die
armen Wölfe oder die Katzen all die Jahrhunderte lang ohne Fertignahrung überlebt? Hat die
Katzenmutter ihren Babys extra Kalziumhaltige Mäuse mitgebracht? Machten sich die Wölfe Gedanken über
das Phosphor-Kalzium-Verhältnis in ihrer Beute? Natürlich sollte man sich bevor man anfängt die
Katze oder den Hund selbst zu füttern ausführlich informieren, damit man durch falsche Zusammensetzung
der Nahrung keine Mangelerscheinungen bewirkt. Es ist jedoch durchaus möglich die Haustiere mit selbst
zubereiteter Nahrung gesund zu ernähren, auch wenn es vielleicht ein wenig mehr mühe kostet
als die Tüte aufzureißen oder die Dose zu öffnen. Auch wenn Untersuchungsergebnisse,
die schädliche Auswirkungen der Fertignahrung diverser Hersteller beweisen, erfolgreich sabotiert
werden und nicht an die Öffentlichkeit gelangen, gibt es sie zu Genüge. Es ist
hier unmöglich das Ausmaß der Fehler bei der Herstellung vieler Fertigfutter, die meist
aus Profitgier heraus begangen werden, dar zu stellen.. Ich möchte lediglich versuchen Ihnen
einige Tipps an die Hand zu geben, nach welchen Kriterien Sie ihr Fertigfutter aussuchen. Ja, es gibt
einige wenige Hersteller von Fertignahrung, leider hauptsächlich in Amerika, die sich mit der
richtigen Ernährung der Fleischfresser, also sowohl Katzen wie auch Hunde, beschäftigt haben.
In den folgenden Texten finden Sie auch eine grobe Anleitung zur Herstellung von Frischfutter, wobei
Sie bitte auch die Literaturhinweise zum Thema berücksichtigen, wenn Sie die Nahrung selbst
zubereiten wollen.
Die Ernährung der Katze
Von Natur aus sind Katzen Beutefresser, also Fleischfresser. Sie ernähren sich nicht von 100%
Fleisch, da sie z. B. den Mageninhalt der Mäuse, der ja rein pflanzlich ist und aus Getreide
besteht, verspeisen. Der größte Teil der Nahrung ist jedoch Fleisch. Warum bestehen die
meisten Fertigfutter, wenn man Glück hat, gerade mal zu einem Drittel aus Fleisch. Ganz einfach,
weil. gespart werden soll. Bekannte Supermarktmarken, von denen trotz niedlicher Kätzchen in der
Werbung, dringend abzuraten ist, haben einen besonders niedrigen Fleischanteil. Wenn sie die
Zusammensetzung eines Supermarktedelschälchens durchlesen, werden sie feststellen, daß beim
Festtagsmenü mit Gans ganze 4% Gans enthalten sind. Der undefinierbare Restinhalt an Fleisch
besteht aus fleischlichen Nebenerzeugnissen. In den so erfolgreich beworbenen Futtermitteln fand man
Antibiotiker, Pestizide, Antiparasitenmittel und sogar Flohhalsbänder. In Deutschland ist es
erlaubt zur Tierfutterherstellung das Fleisch von an Krankheiten verendeten Tieren zu verwenden.
Diese auf über 100 Grad mehrmals erhitzte Pampe nennt man Tiermehl. Sie werden Tiermehl in der
Zusammensetzung einiger herkömmlicher Futter entdecken können. Tiermehl enthält natürlich
auch Schnebel, Krallen, Fell und Federn in großen Mengen. Man sollte unbedingt darauf achten, daß
das Futter Fleisch oder Fleischmehl in der Deklaration enthält, und zwar an erster Stelle,
noch vor den Kohlenhydraten. Einige Futtersorten, die im normalen Handel selten oder gar nicht
zu kaufen sind, enthalten 50 oder 60% Fleisch. Die Futtersorten finden sie weiter unten bei den
Futterempfehlungen. Kohlehydratquellen wie Soja, Meis und einige andere Getreidesorten sind für
Katzen sehr schlecht oder gar nicht zu verdauen. Es empfielt sich hauptsächlich Reis oder eventuell
Hafer als Kohlehydratquelle zu wählen. Füllstoffe wie Kleie sind, in den Mengen, in denen sie in
vielen Futtersorten vorkommen, Müll und Belastung für die Tiere und haben keinen Nährwert.
Fett stellt die Hauptenergiequelle einer Nahrung dar. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß
qualitativ hochwertige Fette im Futter enthalten sind. Es sollten Öle, die Omega-3 und
Omega-6-Fettsäuren enthalten vorhanden sein, Leinsamenöl oder eventuell Sonnenblumenöl.
Als tierisches Fett sollte ausschließlich Hühnerfett verwendet werden, da es am besten verdaut
und verwertet werden kann. Beim Trockenfutter ist es notwendig Vitamine und Mineralstoffe künstlich
hinzu zu fügen, da einige Vitamine beim Erhitzen verloren gehen. Die Vitamine sollten jedoch auf
keinen Fall überdosiert werden, da Überdosierungen zu Krankheiten der Knochen und des gesamten
Organismus führen. Es ist auch nicht völlig geklärt, ob synthetisch hergestellte Vitamine
dem Organismus schaden. Im Falle des Vitamin K3 auch als Bisulphatmenadion bekannt, gab es Untersuchungen,
die nachgewiesen haben, daß K3 Krebsbildung fördert. Es gibt Futtersorten, die das Vitamin K1
enthalten, auch wenn es in der Herstellung wesentlich teurer ist. Es ist gut, wenn ein Futter Gemüse,
Joghurtkulturen und Kräuter enthält, wie z. B. das Futter der Firma Naturapet. Joghurtkulturen
wirken sich sehr positiv auf die Verdauung aus. Gemüse wie Karotten oder Äpfel versorgen die Katze
unter anderem mit Vitamin A und C und stärken das Immunsystem. Ein Futter sollte auf keinen Fall mit
toxischen Substanzen wie z. B. der Antioxidant BHA oder BHT konserviert werden, nur so viel, diese
Konservierungsmittel sind in der menschlichen Nahrung verboten. Futter sollte mit natürlichen
Tokoferolen wie Vit. E und C konserviert sein. Manche Hersteller führen die Konservierungsstoffe
wie BHA oder BHT in ihrer Deklaration sogar auf, andere deklarieren sie nicht, da sie nicht dazu
verpflichtet sind. Wenn der Hersteller Rohstoffe verwendet, die bereits vor dem Kauf konserviert
worden sind, muß er die chemischen Konservierungsstoffe nicht deklarieren, da er sie selbst
nicht beigemengt hat. Da hilft nur schriftlich nachfragen beim Hersteller. Eine hundertprozentige
Sicherheit wird man nie haben.
Selbstzubereitete Nahrung
Wenn sie Ihre Katze selbst ernähren möchten, müssen Sie darauf achten, daß
alle bereits erwehnten Nährstoffe, inklusive der Vitamine und Mineralstoffe, (Tabellen finden Sie in der
empfohlenen Literatur) in der Nahrung enthalten sind. Einige Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium würde die
Katze aus dem Blut und den Knochen ihrer Beute beziehen, und da sie ja keine lebenden Tiere verfüttern, müssen
sie diese künstlich zusetzen. Im Folgenden ein Rezept, das sie ihrer Katze als tägliche Nahrung oder als
Abwechslung servieren können. Generell kann man sagen, daß es optimal ist eine Katze mit rohem
Frischfleisch zu ernähren, allerdings sollte man, wenn man sich der Qualität des Fleisches nicht
sicher ist lieber gekochtes oder auch abgekochtes Fleisch verfüttern. Wenn die Katze zu Beginn das rohe
Fleisch nicht annimmt, weil sie es nicht kennt, kann man zuerst nur eine kleine Menge unter das Fressen mischen.
Auch wenn die Katze die selbst hergestellte Nahrung nicht annehmen will, sollte man am Anfang viel und später
immer weniger Dosenfutter untermischen. Die Katzen sind die Aromastoffe und Appetitanreger, die im
Fertigfutter enthalten sind gewöhnt und nehmen deshalb keine andere Nahrung an. Wenn die Katze viel
Bewegung und einen hohen Energieverbrauch hat kann man bei der Fütterung ganz auf Kohlehydrate verzichten.
Wohnungskatzen, die nicht so viel Bewegung haben sollten keine so energiereiche Nahrung bekommen, es sei denn
Sie stellen fest, daß ihre Katze gut damit zu Recht kommt. Bei Ölen sind am Besten für den
Bedarf an Omega6-Fettsäuren Leinsamen-oliven- Distel oder auch Sonnenblumenöl zu verwenden. Es muß
aber auch darauf geachtet werden, daß genügend Omega3-Fettsäuren zugeführt werden, füttern Sie
deshalb auch ab und zu Lachs- bzw. generell Fischöl. Verwenden Sie Naturreis, er ist wesentlich
nahrhafter, weißer Reis kann fast gar nicht von der Katze verwertet werden.
Geflügeltopf
Man nehme zwei Teelöffel Haferflocken und 2 Löffel Naturreis beides ins kochende Wasser geben,
ebenfalls gibt man 500 G gemischtes Hühner- und oder Putenfleisch ins Wasser. Sie können alle teile
des Huhns verwenden. Das Ganze so lange kochen, bis das Fleisch sehr weich ist und das Wasser verkocht ist.
Dünsten Sie Karotten an und pürieren diese mit der Küchenmaschine. Aus den drei Zutaten vermengen
sie eine Masse der sie noch 2 gekochte Eier hinzufügen. Die Eier und das Fleisch können roh serviert
werden, wenn sie Sie direkt vom Bauern ihres Vertrauens beziehen. Es ist immer besser Fleisch roh zu füttern,
da es in dem Zustand wesentlich nahrhafter ist. Der fertigen Masse fügen sie
noch 2 Eßlöffel Leinsamen- Distel- oder Sonnenblumenöl, und einen Teelöffel Lachsöl,
eine Vitaminmischung und ein Kalziumpreparat, am besten aus dem Humanbereich hinzu. Und fertig ist der
Katzenschmaus! Wenn Sie diese Nahrung nur als abwechslung zum Fertigfutter füttern benötigen Sie
keine zusätzliche Zugabe von Vitaminpreparaten, da diese im Fertigfutter ausreichend vorhanden sind.
Hundeernährung
Im Folgenden möchte ich Ihnen eine hundegerechte, unproblematische und vor Allem gesunde
Ernährungsweise vorstellen. Immer mehr Menschen und dadurch auch Hunde profitieren von der
BARF-Ernährung. BARF bedeutet bones and row food. Diese Art den Hund zu ernähren erfreut sich
immer größerer Beliebtheit, da die Menschen ihre Auswirkungen auf den Hund selbst beobachten
können. Sowohl die körperliche, wie auch die seelische Verfassung vieler Hunde verändert sich
zum Positiven. Die BARF-Methode wird zunehmend von Tierärzten empfohlen. Die ersten Bücher zu
diesen Thema wurden von Tiermedizinern verfasst, die sich einfach mit der Hunde ernährung befasst
haben.
Der Hund gehört zu den carnivoren Beutefressern, d. h. sein Verdauungstrakt und sein Gebiß sind auf die Verarbeitung vom rohem Fleisch, Knorpel und Knochen ausgelegt. Die Wölfe fraßen Rohes Fleisch, Knorpel, Knochen, Gedärme, also auch Mageninhalt, Rinde, Wurzeln und Beeren. Sie nahmen keine Kohlehydrate zu sich. Es wird gerne behauptet, daß der heutige Hund längst nicht mehr so viel Fleisch brauchen würde. Das dient nur dazu um bei der Futterherstellung sparen zu können. Es ist richtig, daß die Hunde längst nicht mehr so energiereiche Nahrung brauchen, allerdings ist Fett und nicht Muskelfleisch die Hauptenergiequelle. Der niedrigere Energiebedarf darf keine Freikarte für eine qualitativ schlechte Nahrung sein. Die Qualität des Fleisches entscheidet zum größten Teil über die qualität der im Futter vorhandenen Proteine. Auch Schnäbel, Federn und Fleischabfälle enthalten Proteine, allerdings in einer sehr schlechten, schwer aufzuschlüsselnden Qualität. Auf Kohlehydrate kann ein Hund am ehesten verzichten, einige Hunde reagieren sogar in einigen Fällen häufiger alergisch auf Kohlenhydrate als auf andere Nahrungskomponenten. Was das Verfüttern von rohen Knochen betrifft, so hat mit Sicherheit schon jeder Hundebesitzer einmal gehört, daß Knochen splittern und den Hund gefährlich verletzen können. Das ist auch der Fall, allerdings nur bei gekochten oder gebratenen Knochen, diese werden beim Erhitzen spröde und splittern deshalb. Rohe Knochen sind sehr weich und können vom Hund ausgezeichnet zermalmt werden. Gerade Geflügelknochen eignen sich für den Anfang sehr gut. Auf Knochen sollte nur bei sehr alten Hunden verzichtet werden, da Knochen in der BARF-Ernährung für die Kalziumzufuhr sorgen. Fleischige Knochen machen dem Magen keine Probleme, da sie im Magen zwischen dem weichen Fleisch liegen. Gemüse und Obst ist die zweitwichtigste Nahrungskomponente. Sie können alle Gemüsesorten, mit Ausnahme von Zwiebeln und Hülsenfrüchten verwenden. Der Wolf würde den Mageninhalt seiner Beute verspeisen. Dabei ist die pflanzliche Kost bereits vom Beutetier teilweise verdaut und damit aufgeschlüsselt worden. Hunde können mit rohem Gemüse nichts anfangen, auch wenn es sehr klein zerhackt ist, ist es besser das Gemüse vorher anzudünsten. Ich werde diesen Abschnitt noch weiter ergänzen. Vorerst informieren Sie sich weiter aus dem Futterplan und aus den Literaturangaben. Bei der Katzenernährung oben finden Sie Tipps, wie sie ein qualitativ gutes Fertigfutter erkennen können. Ebenfalls bei der Katzenernährung finden Sie bei der Beschreibung der selbst zubereiteten Mahlzeit Einiges zu den Nährstoffen erklärt. Das gilt auch für den Hund.
Literatur über Hunde- und Katzenernährung
Dobenecker, Britta; Thielen, Claudia: Was Deiner Katze schmeckt. Expertenrat für eine
artgerechte und abwechslungsreiche Katzenernährung. 1998. 96 S. m. zahlr. farb. Abb. 21,5 cm.
Kartoniert. 242gr. ISBN: 3-89440-236-9, KNO-NR: 7 62 93 77 - NATURBUCH VERLAG-
Ernährung von Hund und Katze: Leitfaden für Tierärztinnen und Tierärzte. Hrsg. v. Linda P. Case, Daniel P. Carey u. Diane A. Hirakawa. 1997. XII, 372 S. m. 24 Abb. 24,5 cm. Gebunden. 864gr. ISBN: 3-7945-1761-X, KNO-NR: 6 69 37 33 - SCHATTAUER- Iben, Christine: Diätmanagement bei Hund und Katze. VET special. 1996. 155 S. m. 6 Abb. 21,5 cm. Kartoniert. 290gr. ISBN: 3-432-28671-6, KNO-NR: 6 35 36 65 - ENKE, ST.; FISCHER (GUSTAV), JENA- Sehr empfehlenswert! Geht ausführlich auf durch Nahrung verursachte Krankheiten und Alergien ein. Sistonen- Schasche, Elina: Leckeres für Katzenzungen. Abwechslungsreiche Katzenkost. Alles über Frischfutter und Fertigfutter bis hin zu Rezepten für Ihr Leckermäulchen. (GU TierRatgeber). 1999. 64 S. m. zahlr. Farbabb. 20 cm. Kartoniert. 169gr. ISBN: 3-7742-3046-3, KNO-NR: 7 98 43 05 - GRÄFE & UNZER- Sock, Marianne; Czolgoszewski, Martina: Naschkatzen. 1997. 144 S. m. zahlr. Farbfotos. 26 cm. Gebunden. 996gr. ISBN: 3-275-01227-4, KNO-NR: 6 84 35 21 - MÜLLER RÜSCHLIKON- viele leckere Menüs für anspruchsvolle Schleckermäulchen! Martin, Ann N.: Food pets die for: shocking facts about pet food / by Ann N. Martin. NewSage Press, 1997. ISBN 0-939165-31-7 Helmut Meyer, Jürgen Zentek Ernährung des Hundes. Grundlagen, Fütterungspraxis, Diätetik. Grünbaum, E.-G.: Ernährung und Diätik von Hund und Katze Anderson, R.S. + Meyer: Ernährung und Verhalten von Hund und Katze Donath, W. F.: Hunde gesund ernährt Weitere Tipps zur Rohernährung Ihres Hundes finden sie unter: www.barfers.de Futterempfehlung Ich werde evtel noch weitere Futter hinzufügen. Unter der angegebenen Adresse bekommen Sie jedoch die Futtersorten, die am hochwertigsten sind und die ich vorrangig empfehlen würde: Catscountry Catscountry |